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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

Karakum (16mm)

Deutschland, Turkmenistan, 1993
Regie: Arend Agthe
Drehbuch: Arend Agthe, Usman Saparov
Kamera: Michael Wiesweg
Musik: Matthias Raue, Martin Cyrus
Darsteller*innen: Max Kullmann, Murat Orasov, Pjotr Olev, Neidhardt Riedel, Martin Semmelrogge
Produktion: Ottokar Runze Filmproduktion, Ylham-Studios Aschchabat, CineScreen, HR, WDR
BJF-Empfehlung: ab 10 Jahren, FSK: ab 6 freigegeben (besonders wertvoll)
Länge: 91 Minuten
Spielfilm, Farbe


Der 13-jährige Robert will in Turkmenistan seinen Vater besuchen, der als Ingenieur in der Wüste Karakum arbeitet. Sein Vater schickt den Fahrer Pjotr, der ihn abholen soll. Dieser nimmt unterwegs seinen Neffen Murad mit. Murad, der im gleichen Alter wie Robert ist, will auch zu seinem Vater, einem Schafhirten, der in einer abgelegenen Oase arbeitet. Pjotr steuert nicht den direkten Weg zum Camp und der LKW bleibt mitten in der Wüste liegen. Pjotr bricht auf, um Wasser zu holen. Die Jungen warten in der glühenden Hitze und beginnen, sich mit Gesten zu verständigen. Weil Pjotr nicht zurückkehrt, bauen sie mit Stangen, einer Plane und Rädern, die sie in der LKW-Ladung finden, einen Sandsegler. Während sich die beiden in einem Wettlauf gegen die Zeit vor dem Verdursten retten, setzt Roberts Vater eine Suchaktion mit einem Hubschrauber in Gang. Auf ihrer abenteuerlichen Segeltour durch die Wüste werden Robert und Murad von Drogengangstern gestoppt, für die Pjotr Kurierfahrten übernommen hat ...

Aktuell im Verleih der BJF-Clubfilmothek ist die DVD mit der "Director's Cut"-Version von 2018.

Pressezitate:
"KARAKUM - mit ausgezeichneten Schauspielern besetzt, ... zieht einen von Anfang an in seinen Bann, ein Film voller Spannung, Abenteuer, wunderbarer Wüstenbilder und auch ein Film über eine langsam wachsende Freundschaft zwischen zwei Gleichaltrigen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen."
(Thomas Thiel, KJK 58/ 94)

"KARAKUM entführt mit seinen beeindruckenden Landschaftsaufnahmen in eine für uns exotische Welt. Die abenteuerliche Geschichte und die Erfahrung der beiden jungen Helden, die sich selbst mit Fantasie und Können aus einer gefährlichen Situation befreien, machen den Film zu einem spannenden Erlebnis. Nicht zuletzt zeigt der Film ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, wie ein unkompliziertes Miteinander unterschiedlicher Kulturen möglich ist.”
(Praxis Kinderfilm, MPZ Brandenburg 1996)

"Das Drehbuch wartet mit einer Fülle von Ereignissen auf. Immer wieder wird die Rettung der Kinder hinausgezögert. Dabei kommt es auch zu Zwischenfällen, deren Zufälligkeit nicht auf die Waage der Logik gelegt werden sollte, Unglaubwürdigkeiten bleiben nicht ausgespart. Aber ein Abenteuerfilm dieses Genres kann auf solche Ingredienzien nicht verzichten und die dadurch entstehende Spannung sorgt dafür, dass das Interesse am Schicksal der Kinder wach bleibt. Diese sind nicht nur in ihrer Cleverness den Erwachsenen in der Handlung überlegen, sondern auch als Darsteller durchaus ebenbürtig. Die Regie führt sie unaufdringlich durch alle Widrigkeiten. Die Kamera schwelgt in Bildern von einer Landschaft, deren Kargheit und Unerbitterlichkeit spürbar bleibt, optische Idylle gibt es hier nicht."
(aus: FBW 1993 - 96, Langfilme besonders wertvoll)

"Ein spannender Abenteuerfilm, erzählt in faszinierenden Bildern einer betörend schönen Wüstenlandschaft. Unverkrampft und spielerisch bietet er zugleich Einblicke in ein unbekanntes Land und erzählt von einer vorurteilsfreien Freundschaft über Länder- und Kulturgrenzen hinweg.”
(film-dienst 18/1994)

 

Gefördert von

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.