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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Originaltitel: Who's Afraid of Virginia Woolf?
USA, 1965
Regie: Mike Nichols
Drehbuch: Ernest Lehman, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Edward Albee
Kamera: Haskell Wexler, Harry Stradling
Musik: Alex North
Darsteller*innen: Elizabeth Taylor, Richard Burton, Sandy Dennis, George Segal
Produktion: Warner Bros.
BJF-Empfehlung: ab 16 Jahren, FSK: ab 16 freigegeben (besonders wertvoll)
Länge: 131 Minuten
Spielfilm, s/w


Zwei Ehepaare inszenieren einen Schlagabtausch, dessen einziges Ziel es ist, den jeweils anderen so tief zu verletzen, dass es die Grenzen des Erträglichen überschreitet. Zunächst sind es die Akademiker Martha und George, die sich vor ihren jüngeren Gästen in Schuldzuweisungen und zynischem Selbstmitleid erniedrigen. Aber dem Sog der Auseinandersetzung, hinter der Hass, Frustration, Minderwertigkeitsgefühle und Bitterkeit eines ganzen Ehelebens stehen, können sich auch die Besucher nicht entziehen ...

"Die entscheidende Aufgabe, vor welches dieses Stück seine Inszenatoren stellt, es so in der Schwebe zu halten, dass der Zuschauer nie weiß, ob er einem klinischen Report für verteilte Rollen zuhört oder ob er miserabel träumt, hat Nichols sicher gelöst: durch Verzögerungen, die den Eindruck hervorrufen, als liefe das Geschehen plötzlich in Zeitlupe ab, durch Anschlüsse, die nicht stimmen und so die scheinbare Logik der Auftritte verwirren. Ohne die Virtuosität zu kaschieren, mit der Albee seine Figuren aufeinanderhetzt, hat Nichols vor allem dafür gesorgt, dass dem Zuschauer nicht nur Strindberg einfällt. Mit Recht, denn es handelt sich bei Albee auch um ganz konkrete Neurosen, um Sex und Alkohol, sogar um Colleges." (Uwe Nettelbeck, Filmkritik 2/ 67)

"Eine effektvolle Verfilmung von Albees Bühnenstück, die vor allem durch die elegante filmische Auflösung und die schauspielerische Präsenz der beiden Hauptdarsteller besticht." (Lexikon des Internationalen Films)

Auszeichnungen: Oscar 1966, Beste Hauptdarstellerin: Elizabeth Taylor, Beste Nebendarstellerin: Sandy Dennis, Beste Kameraführung: SW: Haskell Wexter, Beste Ausstattung: SW: George James Hopkins, Richard Sylbert

Pressezitate:
“Eine effektvolle Verfilmung von Albees Bühnenstück, die vor allem durch die elegante filmische Auflösung und die schauspielerische Präsenz der beiden Hauptdarsteller besticht.”
(Lexikon des internationalen Films)

 

Gefördert von

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.