Findelleiche
Vorankündigung – ab ca. 14.2.2026 in der BJF-Clubfilmothek erhältlich!
Achtung: Nach den Credits am Ende geht der Film noch weiter!

Hilfe, ich habe meine Leiche verloren. Über den Wert des Menschen und die Bürokratie des Todes.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Körperspende konventionelle
Beerdigungsformen in den Schatten gestellt hat. Die medizinischen Fakultäten werden ihren Student*innen Leichen nach dem Prinzip der Schulbuchausleihe auf den Heimweg mitgeben. Dumm nur, wer dann das Fundbüro aufsuchen muss, weil er seine Leiche im Bus liegen gelassen hat. Ein makabres Gedankenspiel über Brennpunktthemen wie Körperspende, Sterbehilfe und den Wert des Menschen.
Die von Silas Degen eigenständig produzierte Schwarze Komödie "Findelleiche" nimmt dem Thema Tod seinen Schrecken, indem Leichen zum banalen Alltagsgegenstand gemacht werden. Eine aus heutiger Sicht beinahe dystopische Perspektive, bei der tote Körper bei den Figuren keinerlei Irritation hervorrufen. Die Transgression wird durch den massiven Kontrast zwischen Publikumsreaktion und pietätlosem Handeln der Charaktere hervorgerufen. Hinzu kommt eine politische Dimension, indem das brisante Thema der Nachhaltigkeit in Form von Wiederverwertung der Toten auf die Spitze getrieben wird.
Z Kurzfilm:
Findelleiche
Deutschland, 2021
Spielfilm, 10 Minuten, Farbe
Regie: Silas Degen
Drehbuch: Silas Degen
Kamera: Victor Gütay
Schnitt: Daniel Düsterdiek
Musik: Torsten Sense, Kurt Weill
Besetzung: Paul Busche, Roswitha Dost, Werner Wilkening, Michael Davies, Martin Semmelrogge, Katja Riemann
Produktion: Universität Hildesheim, Silas Degen
BJF-Empfehlung: ab 12 Jahren
FSK: ab 12 freigegeben
Stichworte: Tod/Trauer, Vorurteile, Zukunft, Komödie, Grusel/Halloween, Kurzfilm
Sprache: Deutsch
Bemerkung: Achtung: Nach den Credits am Ende geht der Film noch weiter!
Dieses Medium empfehlen wir für den Schulunterricht:
Biologie, Deutsch, Ethik, Politik, Religion, Sozialkunde

"Was bedeutet Radikalität in unserer heutigen Zeit und in Zusammenhang mit einem Kino, das Tabus bricht? Aus dieser Ausgangsfrage eines Filmseminars an der Universität Hildesheim entwickelte Silas Degen seine Schwarze Komödie, in der sich das Absurde und die Normalität die Hand reichen. Dem Thema Tod nimmt sie ihren Schrecken, indem Leichen zum banalen Alltagsgegenstand gemacht werden und tote Körper nicht die geringste Irritation mehr auslösen. Selbst das Thema Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang auf die Spitze getrieben, indem sich die Wertigkeit eines Menschen auch in seiner Wiederverwertung ausdrückt. Dabei wirkt der sketchartig und zugleich flüssig erzählte Film dank großer Sprachdisziplin und ausgezeichneter Besetzung niemals platt und kann seinen schwarzen Humor voll zur Geltung bringen."
(Begründung der Jury des Deutschen Generationenfilmpreises)
Jugendfilmpreis Baden-Württemberg 2021: Bestes Drehbuch; Auszeichnung Deutscher Generationenfilmpreis 2022
Erhältlich ab ca. 14.2.2026!
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Findelleiche
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Pro Tag 10,- €, Woche 25,- €
(jeweils nur für BJF-Mitglieder, die Verleihbedingungen gelten analog)
(Preise incl. ges. MWSt., zzgl. Versandkosten. Alle Lizenzen gelten nur im nichtgewerblichen Bereich.)








