Fünfzehn Minuten
Vorankündigung – ab ca. 14.2.2026 in der BJF-Clubfilmothek erhältlich!

Migration und Abschiebung - hautnah erzählt aus der Perspektive einer Rom*nja-Familie und deren Tochter Jasmina
Jasmina freut sich schon sehr auf ihre Klasssenfahrt nach Berlin, zumal ihr Freund Lukas mit dabei sein wird. Die beiden telefonieren gerade miteinander und Lukas bittet sie, kurz nach draußen zu kommen. In dieem Moment klingelt es an der Haustür. Zögerlich öffnet Jasmina, doch statt Lukas steht die Polizei vor der Tür. Einem amtlichen Beschluss zufolge soll die bisher nur "geduldete" Familie abgeschoben werden. Sie hat genau 15 Minuten Zeit, um die wichtigsten Sachen zusammenzupacken. Jasmina ist völlig geschockt. In ihrer Verzweiflung ruft sie trotz der gegenteiligen Anweisungen der Polizei ihren Freund an, dessen Mutter als Anwältin tätig ist. Die Zeit allerdings läuft ihnen davon.
Sejad Ademaj, Sohn einer montenegrinischen Rom*nja-Familie, lebte von 1991 bis 2008 in Deutschland mit Duldungsstatus, was seine Kindheit und Jugend prägte. Seine biografischen Erfahrungen haben den Film stark beeinflusst. Nach einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und einem Bachelor-Abschluss in "Mediengestaltung und -produktion" an der Hochschule Offenburg begann er 2020 ein Drehbuchstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg und wechselte nach zwei Jahren zur Regie. Der Film ist in seinem 2. Ausbildungsjahr entstanden.
Siehe auch sein nächster Kurzfilm "Deutsche Sprache schwere Sprache".
Z Kurzfilm:
Fünfzehn Minuten
Deutschland, 2022
Spielfilm, 13 Minuten, Farbe
Regie: Sejad Ademaj
Drehbuch: Sejad Ademaj
Kamera: Terry Kraatz
Schnitt: Paula Meier
Musik: Peter Albrecht
Besetzung: Samirah Breuer, Zejhun Demirov, David Zico Krohne, Stefan Lampadius, Simone Laurentino des Santos, Nebojsa Markovic, Anna Maria Zeilhofer
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg (Maximillian Gebhard)
BJF-Empfehlung: ab 14 Jahren
FSK: ab 12 freigegeben
Stichworte: Migration/Flucht, Kurzfilm, Familie, Gewalt, Heimat/Identität, Mädchen, Angst
Sprache: Deutsch und teilweise Kroatisch mit deutschen Untertiteln
Dieses Medium empfehlen wir für den Schulunterricht:
Deutsch, Ethik, Politik, Sozialkunde

"Alle Jurymitglieder waren sehr beeindruckt von Sejad Ademajs Werk, das in seiner Kürze Unfassbares fassbar macht; dessen Figuren so nahbar sind; und dessen menschenrechtspolitische Anklage unter die Haut geht. Und doch entspannte sich eine intensive Diskussion unter den Mitgliedern der Jury: Ist ein Film, der gleich zwei 'harte' Themen, Abschiebung und selbstverletzendes Verhalten behandelt, überhaupt für die Bildungsarbeit geeignet?! ... Beide Thematiken, Suizid und Abschiebung/Deportation zu verbinden, und die Zuschauer*innen damit zu alarmieren, das ist die große Leistung dieses Films. Er hat das Potenzial, unser Menschenrechtsbewusstsein wach zu halten."
(Jurybegründung zum Deutschen Menschenrechtsfilmpreis)
Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2024 in der Kategorie "Bildung"; INTERFILM Kurzfilmfestival 2023, Berlin: 1. Preis, Deutscher Wettbewerb; Filmfest Osnabrück 2023: Publikumspreis, Bester studentischer Kurzfilm
Erhältlich ab ca. 14.2.2026!
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Fünfzehn Minuten
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Pro Tag 15,- €, Woche 35,- €
(jeweils nur für BJF-Mitglieder, die Verleihbedingungen gelten analog)
(Preise incl. ges. MWSt., zzgl. Versandkosten. Alle Lizenzen gelten nur im nichtgewerblichen Bereich.)








