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Filme für Kinder und Jugendliche
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Leni ... muss fort

Filmfoto: Leni ... muss fort

1937: Kurz nach ihrer Geburt kommt Leni zu Pflegeeltern auf einen Einödhof im Allgäu. Die Aibeles, beide nicht mehr jung, sind kinderlos. Die Bäuerin Alwina findet sich bald in die ungewohnte Mutterrolle. Langsam schließt auch der alte Aibele das Kind in sein Herz und spätes Glück kommt ins Haus. Doch der übereifrige Bürgermeister des Dorfes bekommt heraus, dass mit dem Kind 'abstammungsmäßig' etwas nicht stimmt. Leni ist zwar getauft, doch da die Mutter Jüdin ist, gilt sie nach der herrschenden Nazi-Ideologie als nicht 'reinrassig'. Das Unheil ist nicht mehr aufzuhalten. Ausgerechnet am Heiligabend kommt der Gemeindediener mit dem Brief des Bürgermeisters. Die Nazimaschinerie läuft auch im letzten Winkel Deutschlands wie geschmiert. Denunzianten, Mitläufer, Bürokraten, Obrigkeitshörige gibt es überall. Und Priester und Nonnen sind nicht tapferer als andere. Leni "muss fort" heißt der Film im Untertitel, fort - nach Auschwitz. Keiner kann es verhindern, auch nicht der liebevoll bemühte alte Aibele und der aufrechte Dorflehrer.


Leni ... muss fort

Deutschland, 1993
Spielfilm, 86 Minuten, Farbe

Regie: Leo Hiemer
Drehbuch: Leo Hiemer
Kamera: Marian Czura
Musik: Petras Vysniauskas Quartett
Besetzung: Hannes Thanheiser, Christa Berndl, Johanna Thanheiser, Franz Buchrieser
Produktion: Daniel Zuta Filmproduktion

BJF-Empfehlung: ab 12 Jahren
FSK: ab 12 freigegeben, FBW: "besonders wertvoll"
Stichworte: Kindheit, Mädchen, Nationalsozialismus
Sprache: Deutsch


FSK: ab 12 freigegeben 8

Pressezitate:
"Leni schildert mit klaren, eindrücklichen Bildern eine wahre Begebenheit aus dem Alltag des Nationalsozialismus und er macht damit Strukturen deutlich, wie das System funktionieren konnte. Der Film, vorwiegend aus der Sicht des alten Aibele gedreht, zeigt auch die behutsame Annäherung des Alten an sein Pflegekind, das er anfänglich nur als zusätzliche Belastung in seinem schweren Bauernalltag empfindet."
(Hans Strobel, KJK 59/ 94)

"Die verdienstvolle Leistung des Regisseurs und Drehbuchautor Leo Hiemer beruht darauf, sich sensibel und behutsam dieser Geschichte filmisch anzunähern. Verdienstvoll auch, aufzuzeigen, wie selbst in die entlegendsten Winkel einer scheinbar heilen Welt der Terror und Rasenhass der NS-Ideologie Eingang fand."
(aus: FBW Langfilme 1993-1996 besonders wertvoll)

"Leni ist die Geschichte der Fremdenfeindlichkeit am Ende der Welt - aber auch die Geschichte von Solidarität und Liebe."
(KFW Arbeitshilfe)


Entleihen für nichtgewerbliche öffentliche Vorführung (75,- / 40,- € erster Tag ...)


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